Gefährliches Radfahren

Wie aus der Verkehrswende eine Tragödie wird

Aachen: In der Kaiserstadt scheint eines sich immer klarer abzuzeichnen: Die Verkehrswende droht in der Stadt, die sich um ihr nachhaltiges Profil rühmt, kläglich zu scheitern. Ein starkes Anzeichen sind wieder einmal erneute verletzte Radfahrende.

Gegen 18:00 Uhr am heutigen Abend befuhr eine 27jährige Radfahrerin aus Aachen die Peterstraße in Fahrtrichtung Elisenbrunnen, wie die Pressestelle der Polizei mitteilte. Ein zeitgleich vorausfahrender Pkw-Fahrer aus Aachen kündigte durch Blinken seine Absicht an, nach rechts abzubiegen. Plötzlich wendete der 39jähriger Autofahrer und übersah hierbei die von hinten nahende Fahrradfahrerin. Es kam zur Kollision beider Fahrzeuge. In Folge des Zusammenstoßes stürzte die Radfahrerin und zog sich schwere, aber nicht lebensgefährliche Kopfverletzungen zu. Sie wurde zur weiteren Behandlung einem Krankenhaus zugeführt.

Wenig später, gegen 18:35 Uhr, befuhr ein 59jähriger Radfahrer aus Aachen die Merowinger Straße in Richtung Passstraße. An der Kreuzung Krefelder Straße beabsichtigte er, bei Grünlicht, seine Fahrt geradeaus in die Passstraße weiter fortzusetzen. Zeitgleich befuhr eine 85jährige Pkw-Fahrerin die Passstraße entgegengesetzt und bog nach links in die Krefelder Straße ein. Hierbei übersah die Aachenerin den entgegenkommenden Radfahrer und es kam zum Zusammenstoß. Auch der 58jährige Radfahrer erlitt schwere, nicht lebensgefährliche, Verletzungen und kam in ein Krankenhaus. Für die Dauer dieser Unfallaufnahme musste die Polizei die Krefelder Straße stadtauswärts voll sperren. Stadteinwärts wurde der Verkehr an der Unfallstelle vorbeigeführt.

Die fehlende Sicherheit der Radfahrende in Aachen wird immer wieder kritisiert. Bei einem ADFC (Fahrrad-Verband) Ranking lag Aachen auf einem der hinteren Plätze.

Auf dem Stand vom

Über Vitus Studemund 18 Artikel
Schwerpunkte sind Aktivismus, Politik und Kriminalität in Aachen und NRW

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*