Karlspreis 2020

Die Verleihung im Überblick

Karlspreis 2020: Die Verleihung im Überblick

Klaus Johannis, Präsident Rumäniens, wird dieses Jahr den Karlspreis erhalten. Quelle: Wikimedia, Flickr Neuwieser (CC BY-SA 2.0)

Der „Internationale Karlspreis zu Aachen“ geht dieses Jahr an den rumänischen Präsidenten Klaus Johannis, wie das Direktorium nun offiziell bekannt gab.

Die Auszeichnung, die schon seit 70 Jahren jährlich vergeben wird, soll an Menschen verliehen werden, die sich besonders für die Einheit Europas einsetzen. Preisträger der letzten Jahre waren beispielsweise António Guterres, Emmanuel Macron, Timothy Garton Ash und Papst Franziskus. In der langen Geschichte der Preisverleihung wurden aber auch schon u. a. Konrad Adenauer, Frère Roger und Angela Merkel ausgezeichnet. Bei den Preisträgern handelt es sich meistens um Menschen, die in euopäischen Einrichtungen aktiv sind, wichtige politische Ämter bekleiden oder Publizisten oder Schriftsteller sind. Aber auch Außnahmen gab es immer wieder, so wurden bereits das „Volk Luxemburg“ und „Der Euro“ mit dem hoch angesehenen Preis geehrt.

Johannis widmet den Preis den Rumänen

Direktoriumsvorsitzender Jürgen Linden (der ehemalige Oberbürgermeister von Aachen) und der jetzige OB, Marcel Philipp, trafen sich am 5. Februar mit Johannis. Er zeigte sich sehr erfreut und widmete den Preis der Rumänischen Bevölkerung – als Dank für die Europawahl 2019, bei der sich die Mehrheit für Europa und die EU aussprach.

Das Direktorium begründete die Entscheidung u. a. mit Johannis Kampf für eine demokratische Pro-Europa-Politik nach der Rumänischen Revolution 1989, die die sozialistische Diktatur beendete. Auch sei Johannis bedeutsam für die Einheit Europas und den Kampf gegen Intoleranz.

Kritik am Karlspreis

Allerdings wird auch immer wieder Kritik am Karlspreis geäußert. Ein Grund ist die Geschichte des Namensgebers, da die historischen Taten Karls des Großen in vielen Punkten weit weniger rühmlich als die von ihm angestoßenen kulturellen Veränderungen sind. Immer wieder geht es aber auch um die Preisträger an sich oder die Wahl der Vergabe durch das Direktorium, in dem übrigens auch Armin Laschet sitzt. Oft gab es auch große Proteste gegen die Preisverleihung.

Die Preisverleihung findet traditionell an Christi Himmelfahrt, dieses Jahr am 21. Mai, im Krönungssahl des Aachener Rathauses statt. Zu Gegenprotesten wurden in diesem Jahr bisher noch nicht aufgerufen. Johannis kündigte an, mit der Jugend über Europa zu sprechen, so wird er sich mit Studierenden der RWTH und den Jugendkarlspreisträgern treffen. Auch sind weitere Aktionen rund um die Preisverleihung geplant, unter anderem ein Besuch im Dom, wofür Johannis mehrere Tage in Aachen verbringen wird.

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Schwerpunkte: Aachen und die Region
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