Schreckschusspistolen und Schlägereien

So bewertet die Polizei Aachen den Start ins Neue Jahr

Schreckschusspistolen und Schlägereien – So bewertet die Polizei Aachen den Start ins Neue Jahr

Gleich in der ersten Nacht des Jahres kam es zu mehreren Einsätzen. Symbolbild

Der Start ins neue Jahr ist für Polizei und Rettungskräfte jedes Jahr eine neue Herausforderung. Durch den hohen Alkoholkonsum und den unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerk kommt es zu Sachbeschädigungen, Schlägereien, Randalen und auch zu vielen Unfällen im Straßenverkehr. Alleine in NRW hatte die Polizei 2900 Einsätze – 600 weniger als letztes Jahr.

In Aachen bezeichnet die Polizei die Nacht als „einsatzintensiv“, aber größtenteils friedlich. Bei den für den Jahreswechsel typischen Streitigkeiten, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen sei die Zahl der Einsätze im Vergleich zu den letzten Jahren von durchschnittlich 61 auf 46 Einsätze gesunken. Die Einsatzzahlen aufgrund von Streitigkeiten und Körperverletzungen seien seit Jahren auf gleichem Niveau, dieses Jahr gab es 16 Einsätze wegen Körperverletzungem und 15 Einsätze wegen Streitigkeiten.

Jugendliche beschädigen Zigarettenautomat in Aachen-Forst, Schlägerei im Starfish

Kurz nach Mitternacht steckten bislang unbekannte jugendliche Täter gezündete Böller in einen Zigarettenautomaten an der Trierer Straße. Der Automat wurde durch die Explosion beschädigt, die Täter konnten fliehen.

In der Aachener Diskothek Starfish kam es laut Polizei zu einer Schlägerei, allerdings beruhigte sich die Lage noch vor dem Eintreffen der Beamten.

Anzeigen wegen Verstößen gegen das Waffengesetz in Aachen und Baesweiler, Jugendliche randalieren in Eschweiler

Zwei Männer in Aachen und Baesweiler schossen um kurz nach Mitternacht mit ihren Schreckschusspistolen in die Luft und verstießen damit gegen das Waffengesetz. Die Waffen wurden von den Beamten sichergestellt, beide Männer erwartet außerdem nun eine Anzeige.

In Eschweiler schossen Jugendliche auf dem Markt mit Raketen in die Richtung anderer Feiernder und verletzten zwei Männer, die sie zur Rede stellten. Die beiden Verletzten wurden mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, in Tatortnähe griff die Polizei einen 16-jährigen Tatverdächtigen auf. Durch erheblichen Widerstand bei der Personenkontrolle wurde ein Polizist leicht verletzt, der Jugendliche wurde zur Ausnüchterung in Polizeigewahrsam genommen. Ihm droht nun ein Strafverfahren.

„Böllerverbot“ in Aachen wird ignoriert, Ordnungsamt bricht Einsatz aus Sicherheitsgründen ab

Das Ordnungsamt der Stadt Aachen sollte das Böllerverbot zum Schutz der historischen Gebäude am Aachener Markt überwachen, musste seinen Einsatz aber gegen Mitternacht aus Sicherheitsgründen abbrechen. Gegenüber der Aachener Zeitung sprach die Einsatzleiterin des Ordnungsamtes von nicht einsichtigen Feiernden und zu großen Menschenmassen. Feiernde, die Raketen zündeten, seien auch von anderen Menschen abgeschirmt worden um eine Ansprache durch das Ordnungsamt zu verhindern. Allerdings liefen nun in 15 Fällen Bußgeldverfahren wegen Verstößen gegen das Böllerverbot.

Im Vergleich zu anderen Städten verlief die Silvesternacht in Aachen und Umgebung also ruhig – Einsätze wie den Großbrand im Krefelder Zoo oder Ausschreitungen wie in Leipzig-Connewitz gab es nicht.

Peer Schwiders
Über Peer Schwiders 10 Artikel
Schwerpunkte sind Aktivismus und nachhaltige Mobilität.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.