Schüsse und Feuer: Neue Ausschreitungen im Hambacher Forst

Was ist dran?

Ein Polizeiauto im Wald (Symbolfoto)
Die Polizei ist seit neustem wieder besonders aktiv im Hambacher Forst - und das hat einen Grund (Symbolfoto)

Über ein Jahr ist es her, dass die Polizei versuchte den Hambacher Forst zu räumen um, wie sich später direkt beweisen ließ, es dem Energiekonzern RWE zu ermöglichen, den Wald bei Kerpen abzuholzen und nach Braunkohle zu baggern. Ein Gericht stoppte den Vorgang. Seitdem bauten Aktivist*Innen neue Baumhäuser, der Kampf ging weiter. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Vom Steinwurf bis zu Schüssen

Am Donnerstag Abend (31.Oktober) bauten laut der Pressestelle der Polizei Aachen vermummte Aktivisten auf einer alten Straße eine Barrikade aus Waldmaterial auf, wie sie es oft vorkommt, um RWE-Fahrzeuge den Weg zu versperren. Diesmal wurde die Barrikade laut Polizei jedoch angezündet, weswegen ein Streifenwagen anfuhr. Der Wagen soll mit Steinen beworfen worden sein, Polizisten seien nicht verletzt worden. Bei dem Versuch die Täter zu finden, die in den Wald geflüchtet seien, war unter anderem ein Hubschrauber im Einsatz – vergeblich. Während die Polizei die Barrikade löschte, wurde, so die Pressestelle, ein Absperrzaun in der Nähe kaputt gemacht.

Ein Wegweiser zu den Baumhäuser noch vor der Räumung im Spätsommer 2018

Am Samstag den 26. Oktober hatte außerdem laut der Polizei eine Vermummte Person auf ein fahrendes Privatauto geschossen. Auch danach gab es Barrikadenbrände

Auto mit Eisenstange aufgehalten – Aktivist*Innen: „Unwahrscheinlich“

Letzten Freitag wurde nachts ein Jäger von Unbekannten, die als Aktivist*Innen der Bewegung um den Hambacher Forst herum eingeordnet werden, blockiert und mit einer Eisenstange an der Weiterfahrt gehindert, so die Polizei. Andere Beteiligte schlugen gegen das Auto, bis sie ihn schließlich weiterfahren ließen. Bei diesem Zwischenfall fand die Personen zwar Personen in der Nähe, konnte aber nicht sicher stellen, dass diese die Täter waren. Die „Ermittlungskommission Hambach“ wird sich weiter mit dem Fall beschäftigen.

Da die Bewegung im und um den Hambacher Forst herum möglichst hierarchielos, ist können solche Vorkommnisse meist weder abgestritten, noch zugegeben werden. In der Vergangenheit kam es aus Sicht der Aktivist*Innen bereits zu vielen falschen Meldungen der Polizei.

Auf AiXformation-Nachfrage wurden allerdings aus dem Umfeld der Gruppe die vergangenen Einsätze an sich bestätigt. Da Personen die in unmittelbarer Nähe der Tatorte jedoch nichts von den Vorkommnissen wussten, seien die von der Polizei beschriebenen Aussagen unwahrscheinlich. Es steht Aussage gegen Aussage im Hambacher Forst.

Auf dem Stand vom

Über Rasmus Epperlein 10 Artikel
Schwerpunkte: Aachen und die Region

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